Über den Tod ( hinaus )

In der Ausstellung suchen wir Antworten auf die Frage, wie wir heute mit dem Thema Tod umgehen – und ob wir uns anders als früher mit diesem Thema beschäftigen? Dabei bleiben wir im europäischen Kulturraum. Wir erfahren von früheren Zeiten, in denen der Tod nicht totgeschwiegen wurde. Es wurde über ihn gelacht, ihm wurde getrotzt, und er wurde als Teil des Lebens akzeptiert.

Drei Gedankenarten, drei Weisen, dem Tod zu begegnen, bilden die Themenbereiche, zu denen interaktive Objekte und Spiele aufgebaut sind.
Der Gedanke, den Tod weit von sich schieben: Solange ich da bin, ist der Tod nicht da. Und wenn der Tod da ist, dann bin ich nicht mehr da – warum sollte ich mich also damit beschäftigen?
Die Auffassung, die beste Vorbereitung für ein gutes Sterben ist ein gutes Leben: Erst aus der Perspektive des Todes wird der Wert des Lebens sichtbar, versuche also jeden Tag so zu leben, als ob es der Letzte wär.
Oder die Entdeckung, dass der Fluss der Zeit allumfassend ist, dass alles vergänglich ist: Gerade weil alles Leben vergänglich ist, wird jeder Augenblick bedeutsam.

Und zum guten Schluss wagen wir einen Blick auf die Auferstehung.

Mit unserem Projekt möchten wir eine offene
Auseinandersetzung mit diesem Thema anregen und
den Erwachsenen für die Arbeit mit Kindern und
Jugendlichen methodische Ideen über das Thema Tod
an die Hand geben.